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Bezirks-Strahleneinsatzübung 2002

Die FF-Mühldorf, Strahlenstützpunkt des Bezirks Urfahr-Umgebung, veranstaltete auch im Jahr 2002 wieder eine Bezirks-Strahleneinsatzübung. Diese Übung fand am Samstag den 23.03.2002 um 14.00 Uhr in Mühldorf (Gemeinde Feldkirchen an der Donau) statt. An dieser Übung nahmen 48 Kameraden davon 36 ausgebildete Strahleinsatzkräfte (31 vom Bezirk Urfahr-Umgebung und 5 vom Bezirk Eferding) teil.

Treffpunkt der Einsatzkräfte war das Zeughaus der FF-Mühldorf.
Da bei dieser Übung mit echtem radioaktiven Material (Übungsstrahler von der Landesfeuerwehrschule) geübt wurde, führte Kamerad HLM Ganglberger Walter zu Beginn dieser Übung eine nochmalige Belehrung über die Gefahren und das Verhalten im Umgang mit diesen Strahlenquellen durch.

Übungsannahme:
Beim Brand in der Tierarztpraxis kam es durch die starke Hitzeentwicklung zum Einsturz einer Zwischendecke. Dieser Brandschutt stürzte auf die medizinischen Anlagen, wodurch auch Röntgenapparat beschädigt wurden.

Folge: Strahlenaustritt durch Beschädigung des Schutzbehälters.

Übungsablauf:

Die Anlassfeuerwehr ( FF-Mühldorf ) traf nach der Alarmierung durch das Landesfeuerwehrkommando um ca. 13.00 Uhr beim Brandobjekt ein. Danach wurde sofort mit den Löscharbeiten in der Tierarztpraxis begonnen.
Um ca. 13.30 Uhr kam es zum Einsturz der Zwischendecke. Nach den Angaben des Besitzers befand sich unter dem Schutt ein Röntgenapparat mit radioaktivem Material.
Der Einsatzleiter der Anlassfeuerwehr ließ daraufhin eine weiträumige Absperrung um das Objekt errichten, und veranlasste die Alarmierung der Strahleneinsatztrupps des Bezirkes Urfahr-Umgebung. Um ca. 14.00 Uhr traf der Erste Strahlentrupp mit dem Einsatzleiter u. Strahlenschutzbeauftragten vom
Bezirk Urfahr-Umgebung BM Radler Andreas ( FF – Mühldorf ) am ein Einsatzort ein.
Der sofort gebildete erste Spürtrupp stellte beim Objekt eine erhöhte Radioaktive Strahlung fest. Da man zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, ob es sich um einen offenen oder geschlossenen Strahler handelte, wurde sofort ein weiter Spürtrupp mit Schutzanzügen der Schutzstufe 3 (Schutzanzug + Schutzmaske mit Filter) ausgerüstet.
Dieser Trupp führte im Inneren der Praxis die ersten Messungen durch. Weiters wurden die ersten Markierungstafeln zur Eingrenzung der Strahlungsquellen aufgestellt.
Nach erreichen der max. Einsatzdosis ( Übungsdosis ! ) wurde dieser Trupp abgelöst. Ein weiterer Trupp setzte die Lokalisierung der Strahlungsquellen fort. Der dritte Einsatztrupp mit Schutzstufe 3 wurde mit der Bergung der Strahler beauftragt.
Die dafür erforderlichen Schutzbehälter und Bergezangen wurden inzwischen am Einsatzort bereitgestellt.
Nach erfolgreicher Bergung der beiden Strahlungsquellen wurde ein weiterer Spürtrupp mit Kontaminationsnachweisgeräten ausgerüstet. Die Aufgabe dieses Spürtrupps war es, eventuelle Verunreinigungen durch radioaktiven Staub festzustellen, und bei der nachfolgenden behelfsmäßigen Dekontamination zu beseitigen.
Das für die Dekontamination verwendete Wasser wurde durch die Einsatzkräfte in Kunststofffässer abgepumpt und durch eine Spezialfirma entsorgt. Um ca. 16.00 Uhr wurde die Übung beendet. Danach folgte die Nachbesprechung im Schloss Mühldorf.

Fotos: