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Brandeinsatzübung – Landwirtschaftliches Objekt

Am Montag dem 06. November 2017 wurde gemeinsam mit der Feuerwehr Feldkirchen und dem Arbeiter-Samariterbund Feldkirchen, eine realistische und organisationsübergreifende Brandeinsatzübung beim Landwirtschaftlichen Objekt der Familie Wiesmayr durchgeführt. Diese Übung wurde Einsatzmäßig abgehalten wodurch auch realistische Anfahrtszeiten in diese Übungssituation einbezogen wurden.

Beim Eintreffen unserer Feuerwehr stellte sich heraus, dass im Wirtschaftsgebäude des Anwesens Feuer ausgebrochen war und eine Person vermisst wurde. Eine weitere Person konnte sich vor dem Rauch noch in Sicherheit bringen, saß aber am Dachboden des Gebäudes fest.

Der Atemschutztrupp der Feuerwehr Mühldorf rüstete sich daher zur Personenrettung mit einem Schlauchpacket und Rettungsgeräten aus, während die Zubringerleitung aufgebaut wurde. Etwa 9 Minuten nach der Alarmierung traf das Tanklöschfahrzeugs der Feuerwehr Feldkirchen am Einsatzort ein und so musste nur mehr der B-Schlauch angekuppelt werden. Anschließend konnte zur Menschenrettung und zur Brandbekämpfung vorgerückt werden. Gleichzeitig wurde die Personenrettung vom Dachboden über ein Fenster und eine Schiebeleiter durchgeführt.

Mangels Alternativen musste von der Feuerwehr Feldkirchen eine Versorgungsleitung für das TLF von einem angrenzenden Schwimmbecken aufgebaut werden. Eine Löschleitung zu einem 500m entfernten Löschteich bzw. einem 1,5 km entfernten Hydranten konnte mangels Zeit, Schlauchreserven bzw. Tragkraftspritzen nicht realisiert werden. Bei beiden Löschwasserquellen wäre zusätzlich ein Höhenunterschied von ca. 50-70m zu überwinden gewesen, welcher nur in einem Relais-Betrieb mehrerer TS funktioniert hätte.

Der Atemschutztrupp brachte zwischenzeitlich den Brand unter Kontrolle und konnte zusätzlich Kanister mit brennbarer Flüssigkeit in Sicherheit bringen. Die vermisste Person wurde trotz Unterstützung einer Wärmebildkamera nicht angetroffen. Als zusätzliches Übungselement wurde der Strahlrohrführer des Atemschutztrupps von einem herabfallenden Holzelement getroffen und war danach nicht mehr ansprechbar. Vom Truppführer wurde sofort ein Notruf abgesetzt, wodurch der Rettungstrupp der Feuerwehr Feldkirchen sehr schnell aktiviert werden konnte. Nur 30 Sekunden nach dem Notruf war der Rettungstrupp beim Verletzten eingetroffen und gemeinsam konnte die Rettung des verunfallten Kameraden über eine enge Stiege durchgeführt werden. Der Verletzte wurde vom Arbeiter Samariterbund Feldkirchen übernommen und einer ärztlichen Versorgung zugeführt.

Nur wenige Minuten später konnte vom Atemschutztrupp der FF-Feldkirchen „Brand-Aus“ durchgegeben werden.

Bei der anschließenden Übungsbesprechung wurden die Elemente der Übung nochmals analysiert und Verbesserungspotential abgeleitet. Die eingeschränkte Löschwasserversorgung wurde als eine der größten Herausforderungen angemerkt.

 

Wir möchten uns noch einmal bei der Familie Wiesmayr für das zur Verfügung stellen des Übungsobjekts sowie bei der FF-Feldkirchen und dem Arbeiter-Samariterbund Feldkirchen für die gute Zusammenarbeit bedanken!

 

Bericht der FF-Feldkirchen

 

Fotos:

Quellverweis: FF-Mühldorf