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Fahrzeugbergung: Linienbus steht im Graben!

Mit der Meldung „Postbus von der Straße abgekommen, steht im Graben“ wurde unsere Feuerwehr am Dienstag den 18.01.2022 um 20:22 Uhr durch die Landeswarnzentrale mittels Sirenenalarm in Einsatz gerufen. Da kein Hinweis auf verletzte Personen angeführt wurde, fuhren wir in voller Einsatzstärke und mit 27 Einsatzkräften bzw. drei Einsatzfahrzeugen zu dieser Fahrzeugbergung aus. Beim Eintreffen konnte der Einsatzleiter schnell Entwarnung geben, da sich zum Glück neben dem Buslenker auch nur 3 unverletzte Insassen im Fahrzeug befanden. Der Linienbus stand auch nicht im Graben, sondern war beim Zurücksetzen mit den Hinterrädern von der Straße bzw. dem Bankett über eine Böschung abgerutscht, wodurch der Bus mit der Bodenplatte auf der Straße aufsetzte. Der Lenker konnte den Bus auf diese Weise nicht mehr selbst befreien, da die Antriebsräder keine Bodenhaftung mehr aufbauen konnten. Schnell wurde auch klar, dass wir zum Bergen dieses Fahrzeugs Unterstützung von einem schweren Rüstfahrzeug benötigen werden. Daher wurde unsere Nachbarfeuerwehr die FF-Bad Mühllacken nachalarmiert. Zwischenzeitlich wurde der Verkehr der Aschacher Bundesstraße B131 großräumig umgeleitet und eine Absicherung der Einsatzstelle aufgebaut. Die Bergung gestaltete sich schwierig, da die Zugkraft der 8 Tonnen Seilwinde anfangs nicht ausreichte, um den Bus zurück auf die Straße ziehen zu können. Deshalb wurde das Anheben der Antriebsachse des Fahrzeugs mittels Holz-Unterbau und Hebekissen vorbereitet. Allerdings konnte die Luftfederung des Linienbusses dann doch wieder in Betrieb genommen werden und durch das Anheben der Federung lag der Unterboden nicht mehr auf der Straße auf. Mit dieser Entlastung vom Eigengewicht konnten die Räder dann auch wieder genug Rollwirkung aufbauen, sodass sich der Bus schließlich doch mit der Seilwinde zurück auf die Straße ziehen ließ.

Wir Danken der FF-Bad Mühllacken und der Polizei für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit bei dieser schwierigen Fahrzeugbergung.

 

Fotos:

Quellverweis: FF-Mühldorf