Am Freitag den 25. September 2026 startete unser Technical-Rescue-Team bei den diesjährigen THL-Tagen in Altenschlag in Mühlviertel. Neben 47 anderen Teams aus ganz Österreich, Deutschland, Tschechien und Kroatien stellten wir bei diesem sehr abwechslungsreichen und anspruchsvollen Bewerb in der technischen Menschenrettung erneut unsere Fachkenntnis unsere Fähigkeiten auf den Prüfstand. Nach einer intensiven Trainingsphase über die Sommermonate konnten wir am Freitag um 17:00 Uhr mit unserem zugelosten Szenario beginnen. Zuvor wurde das Team vom Bewerbsplatz abgesondert, damit vorab keine Informationen zum Unfallszenario bekannt werden. Hiermit wird sichergestellt, dass die Mannschaften wie bei echten Einsätzen erst beim Eintreffen am Umfallort über die Lage informiert sind und spontan über die Situation vor Ort entscheiden müssen.
Wir hatten in diesem Jahr ein klassisches Unfallszenario mit zwei PKWs, die aufeinander zu liegen kamen, zu bewältigen. Im blauen Renault Clio war eine Person eingeschlossen, die direkt an der verformten B-Säule über starke Schmerzen klagte. Dieses auf den ersten Blick eher einfache wirkende Szenario war jedoch mit zahlreichen zusätzlichen Hindernissen und Gefahren gespickt. Eine sehr instabile Lage, ein gerammter Stromverteiler mit Stromgefahr, austretende Treibstoffe und Gefahrenstoffe im Mannschaftsraum sowie ein von zwei Seiten blockierter Rettungsweg erschwerten die Personenrettung. Zusätzlich musste während der Rettung auch noch schnell auf einen entstehenden Brand am Fahrzeug reagiert werden, wodurch der Patient und der Innere Retter in Gefahr kamen und die Rettungsarbeiten daher kurz unterbrochen werden mussten. Die Personenrettung erfolgte schließlich über eine große Seitenöffnung. Besondere Vorsicht war beim Entfernen der B-Säule nötig, da auftretende Spannungen durch die Verformung des Fahrzeugs Richtung Patienten drückten. Alle kleinen Verzögerungen Zusammen und leider auch ein nicht geplanter technischer Defekt an einem Spreizer führten am Ende dazu, dass die verletzte Person gerade nicht mehr in der Sollzeit von 20 Minuten aus dem Fahrzeug gerettet werden konnte. Da die Person schon vollständig am Spine-Board lag, durften wir die Rettung bzw. unser Szenario jedoch noch fertigstellen und bei ca. 21 Minuten erfolgreich abschließen.
Im anschießenden De-Briefing wurde die gesamte Rettung von einem hochkarätigen Bewerter-Team nochmals besprochen und sehr detailliert auch alle Verbesserungspotentiale erörtert. Besonders gelobt wurde die gute und rasche Erkennung und Behebung aller versteckten Gefahrensituationen, die Sicherheit beim Arbeiten und die Kommunikation im Team sowie die sehr professionelle Betreuung des Verletzten durch den Inneren Retter. Wir danken den fünf Bewertern für ihre fachlich sehr fundierten Hinweise bzw. Tipps und werden diese natürlich in unsere Ausbildung einfließen lassen.
Bei der Schlussveranstaltung wurden nochmal alle Leistungen der 48 internationalen Teams gewürdigt. Wir durften uns mit unserer Leistung über den sehr guten Bronze Status, nur ganz wenige Punkte hinter Silber freuen.
Am Ende möchten wir der FF-Altenschlag und der ATRO für diesen sehr gelungenen und qualitativ sehr hochwertigen Bewerb und auch für die erneute Möglichkeit zur Teilnahme danken!
Unser Technical Rescue Team 2026:
Gruppenkommandant (IC): Michael Lang
Innerer Retter (Medic): Marcel Schober
Rettungstrupp 1 (Tool 1): Gerald Zauner -> krankheitsbedingter Ersatz durch Michael Thalhammer
Rettungstrupp 2 (Tool 2): Maxim Wurzinger
Sicherungstrupp 1 (Safety 1): Lea Mahringer
Sicherungstrupp 2 (Safety 2): Roman Grasl
Ersatzmitglied: Michael Thalhammer
FF-Altenschlag – Veranstalter der THL-Tage 2026
Austrian Technical Rescue Organisation
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Quellverweis: FF-Mühldorf & www.was-tuat-si.at

































