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Fahrzeugbergung: 40 Tonnen LKW droht umzukippen

Am Mittwoch den 25. August 2021 wurde unsere Feuerwehr um 11:00 Uhr, durch einen Sirenenalarm von der Landeswarnzentrale Oberösterreich, zu einer LKW-Bergung in die Ortschaft Pesenbach gerufen. Die Einsatzmeldung lautete „LKW droht umzukippen“. Unsere Kameraden fuhren daraufhin mit zwei Einsatzfahrzeugen zur Unfallstelle aus und sicherten den Einsatzort ab. Der von der Straße abgekommene Sattelzug mit Mulden Auflieger war mit etwa 40 Tonnen Gestein beladen, wies eine ziemliche Schräglage auf und hatte sich in einem angrenzenden Feld festgefahren.

Der Einsatzleiter stellte bei der Lageerkundung sofort fest, dass ein Umkippen ohne Fremdeinwirkung ausgeschlossen werden kann. Ein großes Risiko stellte jedoch der Unfallort dar, der sich direkt unter der 110KV Hochspannungsleitung (Wilhering-Partenstein) befand. Bei dieser Lage war eine Bergung mit einem Bergekran ausgeschlossen. Der Einsatzleiter forderte daher zur Unterstützung und Überwachung der Bergemaßnahmen einen Fachmann des Netzbetreibers an. Zusätzlich wurde ein Bagger eines nahen Transportunternehmers und die Polizei angefordert. Ein weiterer LKW des verunfallten Transportunternehmens stand ebenfalls zur Unterstützung bereit.

Nach dem alle angeforderten Kräfte eingetroffen waren, wurde die Ladung auf den zweiten LKW umgeladen. Der Baggerarm wurde dabei sehr akribisch überwacht und flach geführt, damit die nötigen Sicherheitsabstände zur Hochspannungsleitung gewahrt blieben. Nach dem der LKW von der Ladung befreit worden war, wurde der Sattelauflieger und anschießend auch die Zugmaschine schrittweise wieder auf die Straße gehoben. Als die beiden hinteren Achsen des Sattelschleppers wieder Bodenkontakt hatten konnte der LKW mit der Vorderachse bereits selbstständig wieder auf die Straße zurückfahren.

Um ca. 13:35 Uhr konnten dieser Bergeeinsatz, der mit 8 Feuerwehrleuten und zwei Fahrzeugen durchgeführt wurde, schließlich beendet werden.

Wir danken allen beteiligten Personen für die hervorragenden Zusammenarbeit und die fachliche Unterstützung dieses schwierigen Bergeeinsatzes!

 

 

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Quellverweis: FF-Mühldorf